Pressemitteilung — Russische Behörden schreiben F.A.Z.-Balkan-Korrespondenten Michael Martens zur Fahndung aus – Stellungnahme der F.A.Z.

Die russischen Behörden haben Michael Martens, den Balkan-Korrespondenten der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, zur Fahndung ausgeschrieben.

Frankfurt – 21.08.2026. Die russischen Behörden haben Michael Martens, den Balkan-Korrespondenten der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, zur Fahndung ausgeschrieben. Nach Angaben der staatlichen russischen Nachrichtenagentur TASS findet sich in der Fahndungsdatenbank des russischen Innenministeriums ein Eintrag unter seinem Namen, in dem als Grund für die Suche ein Strafverfahren angegeben wird. Ihm wird nach russischen Angaben unter anderem „Anstiftung zum Hass“ vorgeworfen. Der Vorwurf steht im Zusammenhang mit einer Frage, die Martens dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vor zwei Wochen auf einer Pressekonferenz in Belgrad gestellt hatte.

Die Frage war missverständlich formuliert. Wir haben dies klargestellt und die Formulierung bedauert (hier finden Sie die entsprechende Stellungnahme der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.)

Die Fahndung ist ein Einschüchterungsversuch gegenüber einem deutschen Journalisten und der freien Presse. Die F.A.Z. weist diesen Versuch zurück, unabhängige Berichterstattung durch strafrechtliche Drohungen zu behindern.

Die Pressefreiheit ist nicht verhandelbar. Sie gilt auch dann, wenn Fragen oder Berichte Kritik auslösen.

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Quelle: F.A.Z.

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