Pressemitteilung — Stellungnahme der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zu einer Frage ihres Korrespondenten bei einer Pressekonferenz in Belgrad
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat Nachfragen zu einer Pressekonferenz erhalten, die am Samstag in Belgrad stattgefunden hatte.
Frankfurt – 10.08.2026. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat Nachfragen zu einer Pressekonferenz erhalten, die am Samstag in Belgrad stattgefunden hatte. Dort hatte unser Balkan-Korrespondent Michael Martens den ukrainischen Präsidenten gefragt, was die Europäer tun könnten, um der Ukraine zu helfen, mehr russische Soldaten zu töten. Das bezog sich auf aktuelle Debatten von Verteidigungsexperten, die sich um die Frage drehen, wie die russische Armee in personelle Schwierigkeiten gebracht werden könnte, um Russland zu Friedensverhandlungen zu bringen.
Die Frage war allerdings missverständlich formuliert, was wir bedauern. Es ist nicht die redaktionelle Linie der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, dass möglichst viele russische Soldaten getötet werden sollten. Die F.A.Z. tritt ein für das völkerrechtlich garantierte Selbstverteidigungsrecht der Ukraine und für ein möglichst baldiges Ende des russischen Angriffskrieges.
Im Zusammenhang mit dieser Pressekonferenz ist es zu Diffamierungen und Drohungen gegen unseren Korrespondenten gekommen. Das ist inakzeptabel. Zur Pressefreiheit gehört das Recht, Fragen zu stellen, gerade auf einer Pressekonferenz. Auf Bedrohungen unserer Mitarbeiter werden wir mit juristischen Mitteln reagieren.
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